Welchen Energieausweis benötige ich für mein Gebäude?

Diese Frage stellt sich mancher betroffene Hausbesitzer. Die Frage hat sich mittlerweile für die meisten erledigt, viele haben nämlich keine Auswahlmöglichkeit mehr.

Bis zum 01.10.2008 hatten alle Gebäudebesitzer die Wahl zwischen dem verbrauchsorientierten und dem bedarfsorientierten Energieausweis. Seit dem 01.10.2008 sind alle Besitzer von Gebäuden, für die der Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde, verpflichtet einen bedarfsorientierten Energieausweis erstellen zu lassen. Eine Ausnahme hiervon bilden lediglich diejenigen Gebäude, die nachweislich bereits die Bestimmungen der 1.Wärmeschutzverordnung von 1977 erfüllen.

Außerdem sind alle Besitzer von Gebäuden die über weniger als fünf Wohneinheiten verfügen zur Erstellung eines bedarfsorientierten Energieausweises verpflichtet, ebenso alle Neubauten. Das betrifft den Großteil der Ein- und Zweifamilienhäuser.

Die Möglichkeit zur Erstellung eines verbrauchsorientierten Energieausweises besteht also nur noch für die Gebäude, für die der Bauantrag nach dem 01.11.1977 gestellt wurde und die über mehr als vier Wohneinheiten verfügen.

Generell wurde der Energieausweis Pflicht ab dem 01.07.2008 für alle Gebäude, die bis zum 31.12.1965 fertig gestellt wurden. Für Gebäude ab Fertigstellungsdatum 01.01.1966 beginnt die Pflicht zur Vorlage eines Energieausweises ab dem 01.01.2009 und für Gebäude, die nicht zu Wohnzwecken dienen, am 01.07.2009.

Unabhängig von diesen Fristen war es den Hausbesitzern bis zum 01.10.2008 freigestellt, welche Art des Energieausweises sie erstellen lassen. Erst ab dem 01.10.2008 greifen die Vorschriften über die Art des Energieausweises, die ab diesem Datum für die meisten Gebäudebesitzer vorgeschrieben ist. Wer jedoch vor diesem Termin einen Energieausweis hat erstellen lassen, kann diesen jedoch 10 Jahre lang nutzen. Solange behält der Energieausweis seine Gültigkeit.

Diese Möglichkeit haben viele Hausbesitzer genutzt und noch vor dem 01.10.2008 einen verbrauchsabhängigen Energieausweis erstellen lassen, das dieser für sie unter Umständen günstiger war als der bedarfsorientierte. Denn der verbrauchsorientierte Energieausweis ist abhängig von den angefallenen Kosten für Heizung und Warmwasseraufbereitung in den vergangenen drei Heizperioden. Dieser Energieausweis ist durchaus beeinflussbar. Entweder durch das Heizverhalten der Bewohner aber auch durch die Verschiebung des Einkaufs von Heizöl. Wer statt Ende der letzten Heizperiode erst im darauf folgenden Jahr voll tankt, kann rechnerisch den Verbrauch in den drei zugrunde gelegten Jahren verringern.

Dieser Posten Heizöl wäre nur dann wirklich aussagekräftig, wenn jedes Jahr zum 31.12.eines jeden Jahres voll getankt werden würde. Außerdem wirkt sich das Verhalten des einzelnen Bewohners nachhaltig auf den Verbrauch und damit auf die Werte im Energieausweis aus. Ob jemand bei offenem Fenster heizt oder ob ein anderer eine regelmäßige Raumtemperatur von 18° einhält und geregelt lüftet, das hat Auswirkungen auf den Energieverbrauch und wirkt sich somit auf die Werte im Energieausweis aus.

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